Pepper/Haller: Bei Urheberrecht und Cybermobbing sind Information und Sensibilisierung gefragt

Veröffentlicht am 26.08.2010 in Aktuell

In ihrer gestrigen Sitzung hat sich die Enquete-Kommission "Verantwortung in der medialen Welt" mit den Themen Urheberrecht und Cybermobbing beschäftigt:

"Wie wir erfahren haben, handelt es sich beim Urheberrecht um eine äußerst komplexe und für Verbraucher wie für Rechteinhaber nur schwer nachvollziehbare Materie. Es regelt die Rechte von Kunst- und Kulturschaffenden ebenso wie die Frage von Nutzungsrechten. Die derzeit geltenden Normen sind aber so unbestimmt, dass private Nutzer meist nicht einschätzen können, wo die Grenze des straffreien Raums verläuft. Das hat zu einem massenhaft betriebenen Abmahngeschäftsmodell geführt, von dem vor allem auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Das Tauschen von Musikdateien oder Filmen ist für viele Jugendliche selbstverständlich; dass sie sich dabei strafbar machen können, ist ihnen und vielen Eltern nicht bewusst. Hier müssen Kinder, Jugendliche und Eltern besser informiert und sensibilisiert werden", erklären die stellvertretende Kommissions-Vorsitzende Renate Pepper und der SPD-Obmann Martin Haller.

Pepper und Haller weiter: "Ein wichtiges und viele Kinder und Jugendliche betreffendes Thema ist Cybermobbing. Dabei handelt es sich meist um Beleidigungen oder Verleumdungen, die in Foren, Chats oder per E-Mail verbreitet werden. In der Mehrzahl der Fälle stecken Mitschülerinnen oder Mitschüler dahinter, die sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets unentdeckt fühlen. Wie sich zeigt, sind mehr Jungen als Mädchen von Cybermobbing betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl der Betroffenen. Wichtig ist es hier, früh anzusetzen und Kinder und Jugendliche, aber auch die Eltern, für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und anderen Medien zu sensibilisieren. Werte und Regeln wie Respekt und Toleranz, die im persönlichen Umgang miteinander gelten sollten, sollten auch in der medialen Kommunikation berücksichtigt werden. Im Schulalltag scheint dabei das Aufstellen von Klassen- und Schulregeln zu helfen."

 

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