In ihrer gestrigen Sitzung hat sich die Enquete-Kommission "Verantwortung in der medialen Welt" mit den Themen Urheberrecht und Cybermobbing beschäftigt:
"Wie wir erfahren haben, handelt es sich beim Urheberrecht um eine äußerst komplexe und für Verbraucher wie für Rechteinhaber nur schwer nachvollziehbare Materie. Es regelt die Rechte von Kunst- und Kulturschaffenden ebenso wie die Frage von Nutzungsrechten. Die derzeit geltenden Normen sind aber so unbestimmt, dass private Nutzer meist nicht einschätzen können, wo die Grenze des straffreien Raums verläuft. Das hat zu einem massenhaft betriebenen Abmahngeschäftsmodell geführt, von dem vor allem auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Das Tauschen von Musikdateien oder Filmen ist für viele Jugendliche selbstverständlich; dass sie sich dabei strafbar machen können, ist ihnen und vielen Eltern nicht bewusst. Hier müssen Kinder, Jugendliche und Eltern besser informiert und sensibilisiert werden", erklären die stellvertretende Kommissions-Vorsitzende Renate Pepper und der SPD-Obmann Martin Haller.