SPD kritisiert Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels: Teilzeit ist kein Luxus

Veröffentlicht am 29.01.2026 in Pressemitteilung

Die SPD Ludwigshafen weist den aktuellen Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels (MIT), den Rechtsanspruch auf Teilzeit massiv einzuschränken, entschieden zurück. „Den Versuch, Arbeitszeitreduzierungen als bloße ,Lifestyle-Entscheidung’ abzutun und an einen Rechtfertigungszwang zu knüpfen, halten wir für respektlos gegenüber der Lebensrealität der Beschäftigten“, erklären Parteichef Gregory Scholz, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner sowie Julia May, Fraktionsvorsitzende im Stadtrat: „Für uns ist klar: Wer seine Arbeitszeit reduziert, tut dies meist aus guten Gründen. Ob familiäre Gründe, die eigene Gesundheit oder gesellschaftliches Engagement – das Privatleben der Arbeitnehmer darf nicht unter den Generalverdacht der Bequemlichkeit gestellt werden. Der MIT-Vorschlag würde die Uhr in der Arbeitswelt um Jahrzehnte zurückdrehen und Beschäftigte zu Bittstellern machen.“ Der Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ sei eine bewusste Abwertung.

„In einer modernen Arbeitswelt brauchen wir Flexibilität, die den Menschen dient. Wer das Recht auf Teilzeit beschneidet, löst den Fachkräftemangel nicht, sondern macht den Arbeitsmarkt für qualifizierte Kräfte – insbesondere für Frauen – unattraktiv.“ Das Trio betont zudem, dass die Debatte an den eigentlichen Problemen vorbeigeht: „Häufig scheitert mehr Arbeit nicht am Willen, sondern an fehlenden Vollzeitangeboten, guten Arbeitsbedingungen und finanziellen Fehlanreizen. Oft lohnt sich mehr Arbeit für viele Teilzeitbeschäftigte kaum, da etwa Wohngeldansprüche sofort sinken. Statt Rechte abzubauen, müssen wir dafür sorgen, dass sich Leistung im Geldbeutel spürbar lohnt, dass die Arbeitsbedingungen gut sind und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich gelebt werden kann. Wir stehen für eine Politik des Vertrauens, nicht der Bevormundung.“

 

 

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