
Der Vorsitzende des neuen Behindertenbeirats der Stadt heißt Wolfgang van Vliet. Nachdem sich niemand bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstag für dieses Amt meldete, schlug sich der Bürgermeister kurzerhand selbst vor. "Sie alle kennen sich untereinander noch nicht", begründete der Sozialdezernent den Schritt. Er wolle den Vorsitz für ein Jahr übernehmen und hoffe, dass sich danach aus den Reihen der 17 stimmberechtigten Mitgliedern ein geeigneter Kandidat finde. Van Vliet wurde einstimmig gewählt.
Als Stellvertreter hatte Richard Wagner, der im Beirat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft vertritt, schriftlich seine Zusage abgegeben. Er konnte aber bei der Sitzung nicht dabei sein, weil er sich in einer Reha-Maßnahme befindet. Daher wurde diese Wahl auf die kommende Sitzung vertagt. So könne sich Wagner persönlich vorstellen.
Als ersten Handlungsauftrag nahm van Vliet die Erstellung eines behindertengerechten Stadtplans mit. Hier soll die Vorarbeit des Seniorenrats einfließen, der Apotheken, Geschäfte und Ärzte zertifiziert. Zudem soll in den kommenden Sitzungen - der Beirat wird sich einmal im Quartal treffen - ein Vertreter der Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) die Nahverkehrskonzepte vorstellen.
Dem Behindertenbeirat gehören Menschen mit Behinderungen sowie Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, dem Behindertenbeauftragten der Stadt und dem Sozialausschuss an. Das Gremium wird zu grundsätzlichen Fragen Stellung nehmen und der Verwaltung eine Empfehlung aussprechen. Vornehmlich der Abbau der Benachteiligung Behinderter und die Entwicklung von geeigneten Maßnahmen, die die Integration behinderter Menschen fördern, liegt allen am Herzen.
(Mannheimer Morgen vom 04.10.2014)