Vor rund 50 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern sprach der rheinland-pfälzische Finanzminister Dr. Carsten Kühl im Palatinum Mutterstadt. Er war auf Einladung von Hannelore Klamm nach Mutterstadt gekommen, um zum Thema „Was tun in der Finanz- und Eurokrise? Die Grenze nationaler Finanzpolitik?“ zu sprechen. In einem aufschlussreichen Referat erläuterte er die Ursachen der seit 2008 andauernden Krise und ging auch auf Lösungsmöglichkeiten ein.
Der Austritt Griechenlands aus der Eurozone sei dabei keine sinnvolle Option, sagte der Minister. Er forderte ein stärkeres Zusammenwachsen der Institutionen der EU, denn eine gemeinsame Währung brauche auch einen europäischen "Finanzausgleich“. Hier sei Solidarität gefragt. Er machte auch deutlich, wie stark Deutschland und besonders Rheinland-Pfalz als stark exportorientiertes Land vom Wegfall der Zollbestimmungen und tarifären Handelshemmnisse durch die Einführung des Euro profitiert habe. Daher sie es jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, zur Stabilisierung der schuldengeplagten Länder und des Euro beizutragen. Eurobonds und die Etablierung europäischer Ratingagenturen könnten hier die Lösung sein.