Ungebrochenes Interesse an Mehrgenerationenhäusern

Veröffentlicht am 08.09.2011 in Sozialpolitik

Die Nachfrage nach Mehrgenerationenhäusern bleibt sehr hoch. Das geht aus 603 Interessensbekundungen für einen Bundeszuschuss hervor, wovon allein 160 Neubewerbungen sind.
Im November sollen sich die aus den Interessensbekundungen ausgewählten Träger um einen Zuschuss bewerben können. Einen Bestandsschutz für bereits erfolgreich arbeitende Häuser gibt es jedoch nicht. Die Höhe von 160 Neubewerbungen beweist im Gegenteil die große Konkurrenz, zumal anstelle von bisher 500 nur noch 450 Mehrgenerationenhäuser gefördert werden.

„Im Rhein-Pfalz-Kreis gibt es bereits das Mehrgenerationenhaus Limburgerhof, das eine gute und erfolgreiche Arbeit leistet“, so SPD-Bundestagsabgeordnete Doris Barnett und Landtagsabgeordnete Hannelore Klamm. „Wir wünschen uns, dass auch der von der SPD initiierte Antrag aus Böhl-Iggelheim auf Einrichtung eines MGH in der Gemeinde Erfolg hätte. Denn der Bedarf ist vorhanden und das Verfahren sieht vor, dass in Metropolregionen zwei Häuser im Kreis gefördert werden können. Darauf werden wir achten.“

Das Familienministerium muss nun Lösungen präsentieren, wie die Infrastruktur vor Ort in den Städten und Gemeinden dauerhaft gesichert werden kann. „Wir brauchen flächendeckend Anlaufstellen für alle Generationen, in der soziale und passgenau auf die Region abgestimmte Angebote gemacht werden. Die SPD hat frühzeitig das Potential der Mehrgenerationenhäuser für die Kommunen erkannt und sich mit Erfolg für ein Anschlussprogramm eingesetzt“, erklärten die Abgeordneten weiter.

Viele finanzschwache Gemeinden können diese freiwillige Leistung (€ 10.000 pro Jahr) trotz vorhandenem Wille jedoch nicht aufbringen. In Böhl-Iggelheim wie auch in Limburgerhof stehen die Mittel zur Verfügung. Deshalb hoffen die beiden Abgeordneten, dass sowohl das MGH im Limburgerhof erhalten als auch ein neues MGH in Böhl-Iggelheim gefördert werden kann. Dabei dürfen die Bürgerinnen und Bürger in den beiden Gemeinden allerdings nicht gegeneinander ausgespielt werden.

„Wir werden uns auch weiterhin für den Erhalt der Mehrgenerationenhäuser einsetzen, weil soziale Einrichtungen nicht nur für zwei oder drei Jahre vom Bund eingerichtet und finanziert werden sollten und anschließend sich selbst überlassen werden, wie es die Bundesregierung vorhat“, so Doris Barnett und Hannelore Klamm abschließend.

 

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