Pressemitteilung
14.04.2026 in Pressemitteilung von SPD Ludwigshafen am Rhein
Als „fatales Signal“ kritisiert die SPD-Stadtratsfraktion die drohende Schließung des Spielraums Froschlache und fordert von Stadtverwaltung und BASF dessen Erhalt. Die Einrichtung ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Erst vor wenigen Monaten hatte sie nach einer Pause wieder geöffnet, nun steht bereits wieder ihre Zukunft auf dem Spiel.
Die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Julia May, erklärt: „Offene Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Nebensache, sondern ein wichtiger Bestandteil sozialer Infrastruktur in unserer Stadt. Gerade jetzt dürfen solche Orte nicht wegbrechen.“ Osman Gürsoy, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, ergänzt: „Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir mehr offene Kinder- und Jugendräume, nicht weniger. Die Verwaltungsspitze des Jugenddezernats und BASF stehen hier in der Verantwortung. Sich jetzt herauszureden nach dem Motto, man habe damit nichts zu tun, reicht nicht.“ SPD-Stadtratsfraktionsvize Christian Schreider aus Friesenheim betont: „Ich habe selbst als Kind den Spielraum gerne genutzt. Er ist in einem Umfeld mit Werkswohnungen und teils temporären Mietverhältnissen ein wichtiger Ankerpunkt für die Kinder vor Ort.“
„Für die SPD-Stadtratsfraktion ist klar: Die Froschlache darf nicht einfach aufgegeben werden. Offene Kinder- und Jugendarbeit schafft Halt, Bildung, Begegnung und Schutz. Wer solche Orte schließt, lässt Kinder, Jugendliche und Familien im Stich. Die Froschlache ist kein Randthema, sondern ein wichtiger sozialer Ort im Stadtteil. Jetzt ist politisches Handeln gefragt – nicht Wegschauen“, so May, Gürsoy und Schreider abschließend.
11.04.2026 in Pressemitteilung von SPD Ludwigshafen am Rhein
Die SPD Ludwigshafen trauert um eine herausragende Persönlichkeit - am 2. April 2026 ist Klaus Beck im Alter von 73 Jahren verstorben.
„Klaus Beck hat sich sein Leben lang mit seinem hohen persönlichen und ehrenamtlichen Engagement für das Gemeinwohl sowie unsere sozialdemokratischen Werte eingesetzt und das weit über die Grenzen Ludwigshafens hinaus“, sagt Gregory Scholz, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbands. „Er engagierte sich über fünf Jahrzehnten für politische Bildung, ein soziales Europa und die Verankerung der Streitkräfte in der Demokratie in vielen unterschiedlichen Rollen“.
Klaus Beck bekam am 20. Dezember 2018 für seine gesellschaftlichen Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande durch die damalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) verliehen.
„Ob bereits als Jugendlicher beim Bundesvorstand von Amnesty International, ob beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) bereits zu Hochschulzeiten bis zuletzt als Bundesseniorenbeauftragter des DGB-Bundesvorstands und dabei viele Jahre im Beirat für Fragen der Inneren Führung der Bundeswehr oder lokal im Ortsverein Friesenheim, um nur wenige Stationen herauszugreifen: Klaus Beck hat sich immer für die Menschen eingesetzt,“ beschreibt ihn Julia May, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. „Wir sind ihm für all sein Engagement und Wirken von Herzen dankbar.“
„Wir haben mit ihm nicht nur eine herausragende Persönlichkeit verloren, die zu Recht mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, sondern auch einen streitbaren Genossen und Freund,“ erläutert Eva Kraut, Vorsitzende der SPD-Ortsbeiratsfraktion und des SPD-Ortsvereins Friesenheim, weiter. „Er wird nicht vergessen werden. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.“
Die Trauerfeier wird am Freitag, den 17. April 2026 um 11:00 Uhr auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen, Bliesstraße 10 stattfinden. Ganz im Sinne von Klaus, bitten seine Angehörigen anstelle von Kranzspenden um eine Unterstützung an Amnesty International oder Pro Familia Ludwigshafen.
24.02.2026 in Pressemitteilung von SPD Ludwigshafen am Rhein
Nach der Ankündigung der BASF, ihre werkseigenen Wohnungen zu verkaufen, plädiert die Ludwigshafen SPD für deren Verbleib in Verantwortung vor Ort: „Die Verkaufsabsicht der BASF sehen wir mit Sorge. Fortwährender Mieterschutz steht für uns an oberster Stelle. Wir fordern deshalb die Stadtspitze und die GAG auf, sich um die Übernahme der Wohnungen zu bemühen, ein entsprechendes Konzept zu erstellen und mit der BASF in Gespräche einzutreten. Was nicht passieren darf: ein Verkauf an rein gewinnmaximierende anonyme Immobilienunternehmen ohne Bezug zu Ludwigshafen“, betonen der Stadtverbandsvorsitzende Gregory Scholz MdL, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner und die Fraktionsvorsitzende Julia Caterina May.
„Bezahlbarer Wohnraum ist eine sozialpolitische Frage ersten Ranges. Wir haben nie den Fehler wie etwa Berlin begangen, Wohnungen in größerem Stil an private Immobilienunternehmen zu veräußern. So konnte Ludwigshafen über seine Tochter GAG einen verantwortungsvollen und bezahlbaren Wohnungsmarkt erhalten. Dieser Gedanke muss nun auch leitend sein, wenn es um den Umgang mit den BASF-Verkaufsabsichten geht. Wir begrüßen, dass die GAG bereit ist, alle Optionen zu prüfen“, betonen die Sozialdemokraten. „Für diese Linie werden wir uns auch im Stadtrat und ich mich persönlich auch im GAG-Aufsichtsrat einsetzen“, so May stellvertretend für Fraktion und Partei.
20.02.2026 in Pressemitteilung von SPD Ludwigshafen am Rhein
Die Ludwigshafener SPD reagiert mit deutlicher Kritik auf den fortschreitenden Stellenabbau bei der BASF. „Die Verlagerung zahlreicher Arbeitsplätze insbesondere nach Indien ist aus unserer Sicht keine zukunftsorientierte und tragfähige strategische Lösung“, betont die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Beatrice Wiesner: „Da sind wir einig, auch mit unserer SPD-Betriebsgruppe in der BASF.“
Zuletzt sei auch in den Servicebereichen GD (Global Digital Services) und GB (Global Business Services) der Abbau eingeleitet worden. „In Ludwigshafen, aber auch an den Standorten Lemförde, Schwarzheide und Berlin setzen wir uns gemeinsam mit unserer Betriebsgruppe und an der Seite der Gewerkschaft entschieden für den Erhalt von Industriearbeitsplätzen in Deutschland ein“, so Wiesner: „In Europa verfolgen wir zurecht das Ziel, wirtschaftlich widerstandsfähiger und unabhängiger zu werden. Die genannten Maßnahmen stehen in deutlichem Widerspruch zu diesem Anspruch. Ludwigshafen und Deutschland müssen Herz und strategischer Kopf der Anilin bleiben.“
Die Ludwigshafener Sozialdemokraten plädieren zudem für eine engere Abstimmmung mit den Beschäftigten: „Wir fordern eine frühzeitige, umfassende und transparente Einbindung der Arbeitnehmervertretungen sowie der IG BCE bei allen strukturellen Entscheidungen von solcher Tragweite“, verdeutlicht die Fraktionsvorsitzende Julia May.
29.01.2026 in Pressemitteilung von SPD Ludwigshafen am Rhein
Die SPD Ludwigshafen weist den aktuellen Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels (MIT), den Rechtsanspruch auf Teilzeit massiv einzuschränken, entschieden zurück. „Den Versuch, Arbeitszeitreduzierungen als bloße ,Lifestyle-Entscheidung’ abzutun und an einen Rechtfertigungszwang zu knüpfen, halten wir für respektlos gegenüber der Lebensrealität der Beschäftigten“, erklären Parteichef Gregory Scholz, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner sowie Julia May, Fraktionsvorsitzende im Stadtrat: „Für uns ist klar: Wer seine Arbeitszeit reduziert, tut dies meist aus guten Gründen. Ob familiäre Gründe, die eigene Gesundheit oder gesellschaftliches Engagement – das Privatleben der Arbeitnehmer darf nicht unter den Generalverdacht der Bequemlichkeit gestellt werden. Der MIT-Vorschlag würde die Uhr in der Arbeitswelt um Jahrzehnte zurückdrehen und Beschäftigte zu Bittstellern machen.“ Der Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ sei eine bewusste Abwertung.
„In einer modernen Arbeitswelt brauchen wir Flexibilität, die den Menschen dient. Wer das Recht auf Teilzeit beschneidet, löst den Fachkräftemangel nicht, sondern macht den Arbeitsmarkt für qualifizierte Kräfte – insbesondere für Frauen – unattraktiv.“ Das Trio betont zudem, dass die Debatte an den eigentlichen Problemen vorbeigeht: „Häufig scheitert mehr Arbeit nicht am Willen, sondern an fehlenden Vollzeitangeboten, guten Arbeitsbedingungen und finanziellen Fehlanreizen. Oft lohnt sich mehr Arbeit für viele Teilzeitbeschäftigte kaum, da etwa Wohngeldansprüche sofort sinken. Statt Rechte abzubauen, müssen wir dafür sorgen, dass sich Leistung im Geldbeutel spürbar lohnt, dass die Arbeitsbedingungen gut sind und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich gelebt werden kann. Wir stehen für eine Politik des Vertrauens, nicht der Bevormundung.“